Jens Rabe - Der Börsen-Podcast für Unternehmer

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Der neue Podcast für Investoren und Unternehmer

Transkript

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00:00:00: Und dieser Kommentar hat mich natürlich getrickert, also kurz die Vorgeschichte.

00:00:04: Ich habe vor einigen Tagen einen Video online gestellt und zwar mit einem Vortrag auf der Cash-Konferenz in Magdeburg.

00:00:10: Der Titel hieß Vergiss Immobilien mein dreißig Prozent Cashflusssystem und dort habe ich unter anderem diese Aussage getätigt.

00:00:18: Schauen wir uns das mal gemeinsam an als ihr seht ja sehr entspannter Gesichtsausdruck und da hab' ich unteranderem Folgendes gesagt... Oh Krise!

00:00:25: Uns waren sofort.

00:00:26: wenn Ihr klagt dass Frankreich in den nächsten drei Monaten pleitegeht oder der nächsten zwei Jahren, dann würde ich meine Koffer backen und gehen.

00:00:37: Weil wenn Frankreich im nächsten zwei, drei Jahren pleite geht, dann ist alles hier in Europa pleiten.

00:00:41: Die werden nicht pleitegehen, Länder können nicht pleitergehen.

00:00:45: Egal was euch da immer irgendjemand erzählt, warum?

00:00:47: Die haben eine tolle Maschine!

00:00:49: Und die nennt sich Druckerpresse.

00:00:51: Und solange ein Land in seiner eigenen Währung Geld trocken kann, kann es nicht pleittegehen.

00:00:58: Wie soll das gehen?

00:01:00: Also die Amerikaner können nicht beide geben.

00:01:03: So, ihr habt ja schon die Dame gesehen, die im Publikum den Kopf geschüttelt hat und es gab auch jemanden der das Ganze kommentiert hatte nämlich ich gehe hier mal zu diesem Kommentar.

00:01:13: also hier die Dame ist wohl nicht seiner Meinung.

00:01:16: und wo ist jetzt dieser Kommentar?

00:01:19: Der faule Willi hat geschrieben Griechenland kann ich pleite gehen.

00:01:22: Ja, ist ja ein Land Argentinien auch nicht Venezuela die größten Erdregerösserven?

00:01:26: Kann ich pleiten gehen?

00:01:27: Klappt einfach was euch um Grilliens erzählt so und sowas trickert mich natürlich aber nicht im Sinne von dass ich beleidigt bin sondern sagen okay Ist vielleicht etwas an meiner Aussage falsch?

00:01:37: Und deswegen habe ich eins gemacht.

00:01:39: Ich hab mir ein bisschen recherchiert und die These ist also Ein land Was eine was in seiner eigenen Währung verschuldet ist kann nicht pleite gehen.

00:01:49: So, stimmt das oder stimmt das nicht?

00:01:50: Wir schauen uns mal Fakten an weil es ist ja wichtig als Anleger dass wir verstehen was in der Welt passiert.

00:01:55: und jetzt habe ich euch hier eine wunderbare kleine Präsentation vorbereitet die schauen wir uns jetzt gemeinsam hier an.

00:02:01: also Tese wer sein eigenes Geld drucken kann und in dieser Währung verschüttet ist kann nicht bleidegehen!

00:02:07: Wir prüfen das.

00:02:08: stimmt das historisch?

00:02:09: und dann hat er's in der Vergangenheit, in der jüngsten Vergangenkeit.

00:02:12: war das da so.

00:02:13: Also kurz Antwort Ja und Nein.

00:02:16: technisch stimmt es.

00:02:18: Also niemand kann den Storz zwingend auszufallen, er kann jederzeit ein neues Geld drucken.

00:02:24: und historisch betrachtet.

00:02:25: Stimmt das aber eben nicht denn storten vielen über siebzig mal auf Inlandsschulden aus oft weil Gelddruck noch schlimmer gewesen wäre.

00:02:32: so und das ganze stammt aus einer Dortmagnor-Stortspleiten von eighteen hundert bis zwei tausend sieben.

00:02:37: also da sind über zweieinhalb jahrelang Stortsbleiten.

00:02:40: untersucht wurden von Reinhardt und Rogoff.

00:02:42: So jetzt schauen wir uns das mal bisschen an.

00:02:45: wenn wir uns also anschauen Es gibt erstaunlicherweise jede Menge Staatsbleiten, also in den letzten zwei Hundert Jahren über dreihundert.

00:02:56: Und davon waren zweieinfünfzig, wie gesagt das Ganze geht bis zum Jahr sieben.

00:03:00: da käme jetzt noch ein bisschen was in der jüngeren Vergangenheit dazu.

00:03:04: In Ausland schulden waren es zweieinfünftig und in Inland schulten meisten Eichnerwerden waren trotzdem über siebzig.

00:03:09: Das heißt also jede fünfte Sturzpleite ging auf einen Sturz zurück, der theoretisch selbst hätte drucken können.

00:03:21: Jetzt fragen wir uns natürlich warum haben die das nicht gemacht?

00:03:24: Also warum haben sie nicht einfach Geld gedruckt?

00:03:27: und das können wir uns hier anschauen.

00:03:29: Alle ein paar Beispiele.

00:03:31: Also Russland-Krise, wir waren in einem vollen Bullenmarkt, die Märkte gingen nach oben und dann diese Russlandleite hat unter anderem damals den Hedgefang LTCM mit ganz vielen Nobelpreisträgern ruiniert denn sie waren in diesen Anleihen investiert hochgehebelt und dann ist das Ding halt implodiert.

00:03:49: also was es passiert?

00:03:51: Die hatten zwei verschiedene Anleien.

00:03:52: zum einen hatten wie sogenannte Rubelanleihen Und das war das eigene Geld und erstaunlicherweise wurden diese Rubel anleihen nicht mehr bedient.

00:04:01: Man hätte also weiterhin Rubel drucken können, einfach um diese Anleihen zurückzuzahlen.

00:04:06: hat man aber nicht gemacht die Eurobonds, also anleihen die man ausgeben hatte in einer anderen Währung die man selber nicht drücken konnte, die hat man weiter bezahlt und das ist eine ziemlich spannende Geschichte.

00:04:15: warum?

00:04:17: weil man natürlich nicht wollte dass man später komplett vom ausländischen Schuldendienst abgeschnitten ist.

00:04:25: Rubelleinleihen, die haben nicht zu viele Ausländer gehalten.

00:04:27: Das waren vor allem Inlandsschulden.

00:04:29: und warum hat man trotzdem nicht weiter gedruckt?

00:04:31: Der Grund, den seht ihr unten drunter der Rubel war von August bis Oktober also im ganz kurzen Zeitraum hatte er sich schon mehr als halbiert gegenüber dem Dollar.

00:04:44: das heißt wir hatten eine unglaublich steuerige Rubelabwertung.

00:04:48: Und aus dem Grund hat dann die russische Notenbank gesagt, wir drucken mal lieber nichts mehr.

00:04:52: Wir sagen quasi okay, wir haben nix mehr und man hat quasi das Übel aber das geringere Übel gewählt und hat eben gesagt wir bezahlen alle ausländischen Schulden weiter also alles was wir in Dollar oder in Europas hatten Aber alles andere zahlen wir eben nicht.

00:05:08: Okay also das heißt sie hätten es machen können Sie haben's aber nicht gemacht.

00:05:12: deswegen Also schon mal Widerlegung meiner These.

00:05:15: So, gehen wir weiter.

00:05:17: Argentinien-Dollar schulden in Dollar.

00:05:19: Das sehen wir hier.

00:05:20: Damals tatsächlich so sechsten Ninzig Prozent Fremdwährungen.

00:05:23: also man hatte ein paar Prozent.

00:05:24: vier Prozent hat man in der landeseigenen Währung im Peso aber die Masse hatte man in Dollar.

00:05:29: und obwohl der Peso fest an den Dollar gebunden war konnte man eben kein Geld Man konnte keine Dollars drucken Und deswegen hat man achtzig Milliarden Dollar Anleihenschulden ausfallen lassen.

00:05:41: Und Argentinen hat die Stolzbleiter erklärt.

00:05:43: Übrigens sehr häufig, ne?

00:05:44: Also Argentinien ist schon öfters mal Bleite gegangen und da gibt es heute noch Streitigkeiten.

00:05:49: Hedgefonds haben dann später diese ganzen ausgefallenen Schulden gekauft Haben dann unter anderem einmal ein Marine-Schiff der Amerikaner Sorry!

00:05:55: Der Argentine irgendwo festsetzen lassen.

00:05:58: und also ganz ganz spannende Story.

00:05:59: Aber hier sehen wir okay Auslandsschulden.

00:06:01: Gehen wir nochmal ein bisschen weiter über die jüngste Zeit.

00:06:05: Also Argentinen schülten in Dollar.

00:06:07: Selbstdruckbahnen Nein.

00:06:08: Russland Rubel Selbstdruckbarjahr, Dollar?

00:06:12: Nein.

00:06:13: Griechenland-Zwurzehntzwölf?

00:06:14: Nein!

00:06:14: Weil Griechland gehört zur Europäischen Union.

00:06:18: aber Griechanland selbst kann keine Euros drucken das kann nur die europäische Zentralbank.

00:06:25: es gibt zwar in jedem Land der Europäischen Unions eine eigene Nationalbank also die Deutsche Bundesbank und so weiter Aber sie dürfen keinen laut zumindest nach den Gesetzen.

00:06:38: keine eigene Eurostrugung, das darf nur die europäische Zentralbank.

00:06:41: So dann sehen wir hier Venezuela schulden in Dollar kann sie selber drucken.

00:06:44: nein lieber neun zwanzig US-Dollar kannst du selber drücken?

00:06:48: Nein gar nicht in beiden Währungen, also in einer heimischen Währung und im Dollar.

00:06:54: Deswegen kann sie das selber nicht drucken.

00:06:56: Und die Lange hat es auch in den Rupien in den Dollar, deswegen können Sie es auch nicht machen.

00:07:01: Wenn wir nochmal hier auf die letzten zwei uns anschauen, Garner, also Inlandsschulden, Auslandschuldern und ausgelöst wurde die Krise immer weil man die Fremdwährung nicht hatte.

00:07:09: Also man hatte immer zu wenig Dollar.

00:07:12: Das ist übrigens eine interessante These, weil alle wollen weg vom Dollar.

00:07:16: Viele Entwicklungsländer wollen hin zum Dollar, weil sie in Dollar verschuldet sind.

00:07:21: Die brauchen Zwingendollar.

00:07:23: wenn es den Dollar morgen weniger gäbe nicht so gut aber das ist ein anderes Thema.

00:07:27: Das heißt also am Ende mussten auch die Schulden in eigener Währung umgeschildert werden Aber wurde immer ausgelöst durch fehlende Aushaltsschulden.

00:07:35: So und jetzt nochmal Griechenland, weil das so spannend ist keine eigene Notenpresse.

00:07:40: Das heißt die Griechien konnten in der Krise im Jahr zwölf nicht sagen wir drucken einfach Euros.

00:07:44: Jetzt haben die europäischen Verträge verboten keine Staatsrettung und die EU-Verträge verbieten der EZB, Staaten durch Gelddrucken zu retten.

00:07:54: Das ist ein ganz wichtiger Punkt weil theoretisch dürfte auch – das habe ich ja in dem Vortrag gesagt – auch ein Land wie Frankreich nicht durch die Europäische Zentralbank gedruckt werden.

00:08:07: Jetzt muss man allerdings eines glaube ich sehr realistisch sehen gibt es einen politischen Interesse die Europäischen Union den Euro zu erhalten?

00:08:19: Da würde ich sagen, ja auf jeden Fall.

00:08:22: Also da gibt es auf jeden fall ein Interesse das zu erhalten.

00:08:26: und jetzt muss man halt vergleichen ist Griechenland dasselbe wie Frankreich?

00:08:34: Griecheland ist also ein kleines Land am Rande der EU was auch nicht allzu viel zur EU beiträgt.

00:08:39: Frankreich ist die zweigroßte Volkswirtschaft in der EU.

00:08:42: Das heißt, da wird man dann in der EZB das schon ein bisschen anders gewischen.

00:08:45: Ob man jetzt sagt okay ich rette jetzt Griechenland oder ich retti jetzt Frankreich.

00:08:49: Schulden sind auch ganz andere und deswegen gab es ja hier bei Griechland einen schulden Schnitt und da hat man verloren.

00:08:56: Es gibt drei Wege aus hohen Schulden raus zu kommen.

00:08:59: Einmal zahlen also Steuernhöhe, Ausgabenkürzen, Schmerzhaft- oder aber ohne Ausfall.

00:09:04: will man das immer so machen müsste man machen macht man aber in der Regel nicht.

00:09:08: und deswegen sagt man eben drucken oder ausfallen lassen.

00:09:11: Drucken kann man machen, die Amerikaner würden das machen.

00:09:14: Wenn Deutschland das Problem hat oder wir haben nicht das Problem.

00:09:17: Die Japaner haben nicht dieses Problem.

00:09:21: Wir könnten Drucken.

00:09:22: Oder man lässt eben ausfallen.

00:09:23: aber guckt euch die Länder an.

00:09:26: Kann das theoretisch auch mal Amerika treffen?

00:09:28: Kann es theoretisch Frankreich treffen?

00:09:29: Ja auf jeden Fall!

00:09:30: Theoretisch ist das machbar.

00:09:32: Momentan in der politischen Lage, in den politischen Willen eher unwahrscheinlich Und da viele internationale Anleger ja immer noch in Anleihen gehen wollen und teilweise auch regulatorisch gehen müssen, sind eben auch nach wie vor diese Schulden gefragt.

00:09:46: Warum?

00:09:47: Auch immer!

00:09:48: Aber sie sind eben gefragt.

00:09:49: So kommen wir zu meiner, kommen wir zum Fortset.

00:09:52: die präzisere These ist ein Start mit Schulden in eigener Währung und eigener Notfang kann nicht unfreiwillig zollungsfähig werden.

00:09:59: er kann aber freiwillig ausfallen oder er zahlt den Preis über Inflation.

00:10:06: und kritische Taume im Publikum.

00:10:10: Danke für eure Kopfschüttelreihe, anmerken!

00:10:14: Jetzt haben wir es mal klargestellt.

00:10:16: meine These bleibt aber das gerade sowohl die Schulden der Amerikaner als auch die Schuld in Zentraleuropa, also jetzt ganz speziell Frankreich mit einer extrem großen Wahrscheinlichkeit bedient werden.

00:10:30: Man wird es auf den Köpfen der Bevölkerung austragen über Inflation indem man einfach zwei Dinge machen wird.

00:10:39: Wir haben ohnehin schon hohe Steuern, die wird man noch weiter erhöhen sehen wir ja auch in Deutschland mit diesen ganzen Tabaksteuer und Zuckersteuer usw.

00:10:46: Und zum anderen es wird mit großer Wahrscheinlichkeit finanzielle Repressionen geben.

00:10:50: und finanzieller Repression bedeutet man wird am langen Ende die Zinsen künstlich drücken und wie man das dann macht.

00:11:01: Dr.

00:11:02: Markus Kroll hat das gerade in einem Interview beschrieben.

00:11:04: Das kann man machen ohne auch die Gesetze zu preschen.

00:11:07: Also man kann zum Beispiel mit großen Finanzinstituten Deals machen, dass man sagt okay BlackRock kauft jetzt ganz viele französische Staatsanleihen und drückt damit den Preis der Zinsen und dann geht die ECB hin und kauft von BlackRock diese Staatsanleihe zurück.

00:11:22: Dann hat man nicht direkt von Frankreich gekauft sondern über einen Intermediär.

00:11:25: da schneidet sich was raus hat aber im Endeffekt am Markt dieselbe Wirkung.

00:11:31: Also das heißt bloß weil es ein Gesetz gibt, heißt da noch nicht dass diejenigen die die Gesetze gemacht haben diese nicht auch ganz geschickt und verfassungskonform umgehen können.

00:11:40: Okay, jetzt wissen wir wieder ein bisschen was mehr.

00:11:43: Meine These bleibt und das ist der Vortrag wenn ihr sich gesehen habt, spendet euch das Video oben nochmal einschaut es euch noch mal an!

00:11:48: Wir als Börsenhändler können momentan liquide Mittel sehr günstig in kurzen Sturzanleihen parken.

00:11:54: Wir können Sturzanleihen nutzen auf Marginkonten um eine Grundrauschen ins Konto zu bringen, also das macht durchaus Sinn.

00:12:04: Beschäftigt euch mit dem Thema Börse.

00:12:06: ist viel mehr als einfach nur Aktie kaufen und hoffen dass es nach oben geht sondern da kann man viel mehr daraus machen.

00:12:12: Danke, dass ihr dabei wart!

00:12:13: Und wenn ihr mehr so was haben wollt dann auch mal kritisch auf etwas reagiert, was ich gesagt habe.

00:12:18: Absolut bin ich immer dabei weil ich mache jetzt dreißig Jahre Börsen und ich bin mir sicher ich durfte jetzt schon dreißiger was lernen.

00:12:26: Ich werde auch noch die nächsten dreißige Jahre was lernen.

00:12:27: in diesem Sinne Tschüss, Servus macht's gut.

00:12:29: Bye-bye!

Über diesen Podcast

Hallo, mein Name ist Jens Rabe (YouTube: "Optionsstrategien" und "Jens Rabe" und Autor der Bücher "Optionsstrategien für die Praxis" und Optionsgewinne mit System: Wie jeder an der Börse mit Optionen Geld verdient ) und ich bin seit über 20 Jahren an der Börse aktiv. In diesem Podcast gebe ich mein Wissen zu den Themen Börse, Investment und Unternehmertum an Dich weiter. Der Weg zum erfolgreichen Börsianer und Unternehmer ist sicherlich nicht immer leicht, aber jeder kann es schaffen. Auf dem Weg dahin wird dir dieser Podcast helfen und Du wirst den Erfolg haben den du verdienst. Finde Deinen Weg in der manchmal unübersichtlichen Welt der Börse und profitiere dabei von meinem Know-how und den Erfahrungen, die ich machen durfte.

VLG, Jens

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